12 März 2011 0 Kommentare

Die Teilchenphysik braucht Besonderes

Informationen zum Thema TeilchenphysikIn Europa wurde eine Einrichtung errichtet, die sich fast nur mit der Teilchenphysik beschäftigt. Es fehlt nur, dass das LHC sich auch mit der Entwicklung von Computern beschäftigen muss. Natürlich ist niemand zu etwas gezwungen, doch hier sieht es anders aus.

Das Unfassbare in der Teilchenphysik

Die Versuche in dem LHC, dem Large Hadron Collider sind dermaßen Daten- und Leistungsintensiv, dass hierfür eigene Rechnersysteme entwickelt werden müssen. In der Teilchenphysik kann nur mit Exprimenten gearbeitet werden, daher sind so große Anlagen zwingend erforderlich. Die Dimensionen von den Experimenten sind erstaunlich, genau wie der Energieverbrauch dieser Anlage.

Ein Sprecher des LHC hat einmal einen Versuch beschrieben und die Dimensionen geschildert. In den Gängen des LHC laufen Versuche ab, die wie folgt beschrieben werden. Zwei Stecknadelköpfe werden auch der einen und der anderen Seite des Pazifiks abgeschossen und sie treffen sich irgendwo im Pazifik. Die Vorstellung der Dimension ist unfassbar. Doch in der Anlage, also dem LHC bei Genf, werden solche Versuche durchgeführt. Daher ist es kein Wunder, dass die Anlage weit über 2 Milliarden Euro während der Bauzeit gekostet hat. Die Anlage wird von 20 europäischen Staaten finanziert und arbeitet auch auf internationaler Ebene.

Die Teilchenphysik ist ein Teilbereich

Die Teilchenphysik wird am LHC erforscht und dieses gehört mit zum CERN, der europäischen Organisation für Kernforschung. Somit ist die Teilchenphysik ein Teil der Kernforschung, die nicht nur für die zivile Zwecke genutzt werden kann. Zivil wird die Kernforschung für die Wärmeenergie oder besser gesagt für die Stromherstellung genutzt. Doch die Kernteilung kann auch militärisch genutzt werden. Beweise für den Einsatz gibt es viele und sie sind in die Weltgeschichte eingegangen. Das Wettrüsten der beiden Supermächte hat sein Ende gefunden, doch andere Länder möchte auch ihr Land mit Atomwaffen schützen. Auch die zivile Nutzung der Atomenergie ist nach dem Unglück in Japan wieder in den Mittelpunkt des Interesses gekommen. In vielen Ländern, so auch in Deutschland wird über den Ausstieg aus der Atomenergie diskutiert und selbst in Japan steigt der Widerstand gegen die Atomkraft. In den kommenden Jahren wird sich hier sicher eine starke Bewegung starkmachen, um die Atomkraft aus dem Lande zu verbannen.

Katastrophe in Japan und LHC

Einige Stimmen sagen, dass die Katastrophe in Japan etwas mit den Forschungen des LHC zu tun haben. Ob dies stimmt, so an dieser Stelle nicht gesagt werden. Doch auch die zivile Forschung in der Teilchenphysik kann mit solchen Dingen in Verbindung gebracht werden. Natürlich gab und gibt es viel Widerstand gegen den Bau und den Betrieb des LHC. Doch durch die Arbeit des LHC macht die Forschung große Schritte. Aus diesem Grund ist es in der Gesellschaft natürlich auch sehr stark umstritten, inwieweit diese Forschungen weiter geführt werden sollen. Hier sollte jedoch stets Wert auf eine objektive Beurteilung gelegt werden, da die Wissenschaftler in diesem Bereich schließlich auch nur ihre Arbeit machen möchten. Allerdings ist die Bevölkerung natürlich global durch den Vorfall in Japan hinsichtlich dieser Thematik sehr sensibilisiert, was sich natürlich auch nachvollziehen lässt.

Image von: marko04 – Fotolia

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